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Reißverschluss statt Hupkonzert

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Auch auf der Mattersburger Straße in Eisenstadt kommt es regelmäßig vor dem Kreisverkehr immer wieder zu Missverständnissen. Zwei Fahrstreifen führen in Richtung Kreisverkehr, kurz davor wird auf einen Fahrstreifen zusammengeführt. Genau hier gilt das sogenannte Reißverschlussprinzip.


Viele Autofahrerinnen und Autofahrer ordnen sich bereits sehr früh auf dem linken Fahrstreifen ein. Wenn andere den freien Fahrstreifen bis weiter nach vorne nutzen, wird das oft als „Vordrängeln“ wahrgenommen. Tatsächlich ist genau dieses Verhalten aber vorgesehen: Beide Fahrstreifen sollen bis zur Verengung genutzt werden, erst kurz davor wird abwechselnd eingefädelt.


Das ist nicht nur erlaubt, sondern hilft auch dabei, Rückstau zu verkürzen und den Verkehr flüssiger zu halten.



So funktioniert es richtig:

  1. Beide Fahrstreifen bis zur Verengung nutzen.

  2. Geschwindigkeit anpassen.

  3. Blinker setzen.

  4. Kurz vor dem Ende des Fahrstreifens abwechselnd einordnen.

  5. Ein Fahrzeug vom durchgehenden Fahrstreifen, ein Fahrzeug vom endenden Fahrstreifen.

  6. Nicht blockieren, nicht hupen, nicht erzwingen.


Was sagt die StVO?

In § 11 Abs. 5 StVO ist geregelt, dass bei Straßen mit mehr als einem Fahrstreifen für dieselbe Richtung, wenn ein Fahrstreifen endet oder nicht weiter befahren werden kann, den am Weiterfahren gehinderten Fahrzeugen der Wechsel auf den verbleibenden Fahrstreifen zu ermöglichen ist – und zwar so, dass diese Fahrzeuge jeweils im Wechsel einem Fahrzeug auf dem durchgehenden Fahrstreifen nachfolgen können.


Gleichzeitig gilt § 11 Abs. 1 StVO: Wer den Fahrstreifen wechselt, muss sich vergewissern, dass dies ohne Gefährdung oder Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer möglich ist. Das Reißverschlussprinzip bedeutet daher nicht „mit Gewalt hineinfahren“, sondern gegenseitige Rücksichtnahme.


Kurz gesagt:

  1. Wer beide Spuren nutzt, macht nichts falsch.

  2. Wer vorne abwechselnd einfädelt, macht es richtig.

  3. Wer andere bewusst blockiert oder anhupft, trägt nicht zur Lösung bei.


Unser Ziel ist mehr Verständnis im Straßenverkehr – und weniger Ärger auf der Straße.


 
 
 

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