Pfand hilft – Pfand gehört nicht in den Mist
- vor 18 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Seit 1. Jänner 2025 gibt es in Österreich das Einwegpfand auf Kunststoffflaschen und Metalldosen. Pro bepfandeter Flasche oder Dose werden 25 Cent verrechnet. Gerade wenn man unterwegs ist und eine Flasche oder Dose kauft, möchte man leere Gebinde meist nicht bis nach Hause mitnehmen. Deshalb landen sie auch weiterhin immer wieder in öffentlichen Mistkübeln, daneben oder im Restmüll.

Dabei könnte aus diesen 25 Cent mehr werden: ein kleiner Beitrag für mehr Sauberkeit, mehr Recycling und soziale Unterstützung in unserer Stadt.
Genau deshalb schlagen wir das Projekt „Pfand hilft“ für Eisenstadt vor.

Eine einfache Idee mit mehrfacher Wirkung
Die Idee ist unkompliziert: Öffentliche Mistkübel, Laternen oder Standorte bei Haltestellen sollen an ausgewählten Plätzen mit eigenen Halterungen für Pfandflaschen und Dosen ausgestattet werden. Wer unterwegs eine leere Pfandflasche oder Dose hat und sie nicht selbst zurückbringen möchte, kann sie dort sauber und sichtbar abstellen.
Die Mitarbeiter des Bauhofs sammeln diese Pfandgebinde im Rahmen der regulären Reinigungstouren ein. Der daraus entstehende Pfanderlös wird gebündelt und für soziale Zwecke in Eisenstadt gespendet.
So wird aus etwas, das sonst vielleicht im Mist landet, eine kleine Hilfe für Menschen, die Unterstützung brauchen.
Sauberer, sozialer und sinnvoller
Das Projekt hat mehrere Vorteile auf einmal: Pfandflaschen und Dosen landen nicht mehr im Restmüll, öffentliche Mistkübel werden entlastet und das Stadtbild wird sauberer. Gleichzeitig entsteht ein sozialer Mehrwert, weil der Pfanderlös nicht verloren geht, sondern gesammelt einer guten Sache zugutekommt.
Zusätzlich können bestehende Standorte rasch und kostengünstig genutzt werden. Viele Mistkübel, Laternenmasten oder Haltestellenbereiche eignen sich grundsätzlich dafür, mit einfachen Halterungen nachgerüstet zu werden. Dadurch braucht es keine große neue Infrastruktur, sondern eine praktische Ergänzung im öffentlichen Raum.
Start als Pilotprojekt
Sinnvoll wäre ein Pilotprojekt mit rund 20 bis 30 Standorten im Stadtgebiet. Geeignete Plätze wären zum Beispiel die Innenstadt, der Schlosspark, Spielplätze, Sportanlagen, das Bahnhofsumfeld, Bushaltestellen oder Bereiche rund um Schulen und öffentliche Einrichtungen.
Nach einer Testphase von sechs bis zwölf Monaten könnte ausgewertet werden, welche Standorte besonders gut funktionieren, wie viele Flaschen und Dosen gesammelt wurden und ob eine Ausweitung sinnvoll ist.

Kleine Maßnahme, sichtbare Wirkung
Schon wenige gesammelte Flaschen oder Dosen pro Tag können über das Jahr einen spürbaren Betrag ergeben. Erfahrungen aus anderen Städten mit Pfandhalterungen zeigen, dass solche Systeme vor allem an stark frequentierten Standorten wie Bahnhöfen, Parks, Schulwegen oder Haltestellen gut angenommen werden. Dort werden regelmäßig Pfandgebinde gesammelt, die sonst im Restmüll landen würden. Neben dem finanziellen Erlös wird vor allem eine höhere Recyclingquote und ein saubereres Stadtbild als positiver Effekt genannt.
Für Eisenstadt mit rund 16.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist das Potenzial besonders interessant. Als Landeshauptstadt wird die Stadt täglich nicht nur von Bewohnerinnen und Bewohnern genutzt, sondern auch von vielen Schülerinnen und Schülern, Pendlerinnen und Pendlern sowie Besucherinnen und Besuchern. Gerade im Umfeld von Schulen, Bushaltestellen, Sportanlagen, dem Bahnhof und der Innenstadt fallen täglich zahlreiche Getränkeverpackungen an.
Bereits wenn an diesen Standorten nur wenige Pfandflaschen oder Dosen pro Tag gesammelt werden, kann sich über das Jahr ein beachtlicher Betrag für soziale Zwecke ergeben.
Noch wichtiger ist aber die Botschaft dahinter: Umweltschutz und soziale Verantwortung können im Alltag ganz einfach zusammengehen. Mit „Pfand hilft“ würde Eisenstadt zeigen, dass auch eine Stadt dieser Größe mit einer einfachen und kostengünstigen Maßnahme einen sichtbaren Unterschied machen kann – für eine sauberere Stadt, mehr Bewusstsein für Recycling und konkrete Unterstützung für Menschen, die Hilfe benötigen.



Kommentare